Projekt „Bildungspartner“

2009 November 17

Endlich ist es soweit: Auch in Neumünster startet nun das Projekt „Bildungspartner“, organisiert vom Migrationszentrum der Diakonie. Ziel ist es Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund bei einem besseren Schulabschluss und beim Einstieg in die Berufswelt behilflich zu sein. Besonders in Hamburg ist das Projek sehr stark und wir Neumünsteraner werden auch versuchen es so gut wie möglich zu nutzen. Wir Mentoren hatten am vergangenen Wochenende unser Mentorentraining, was uns noch größere Vorfreude auf das Projekt brachte. Die Tage werden wir nun also unsere Mentees zugeordnet bekommen und dann kann es endlich losgehen!

Er und ich.

2009 November 9
von Canan Basol

Er, der Mauerfall, und ich, Canan, sind nun ganze 20 Jahre alt geworden.

Yippie! Danke,danke und alles Gute uns :)

Erwähnenswertes…

2009 November 5
von Canan Basol

… Heute waren mein Religionskurs und ich in der Kirche. Uns wurde ein kleines Programm vorgestellt, in dem es darum ging zu vermitteln, welche Rolle Gedichte und Musik im Dritten Reich für die Menschen spielten. Und wurden ganz neue Seiten gezeigt, die wir vorher gar nicht kannten. Den Menschen damals waren Gedichte und Musik oftmals wichtiger als Brot, was wir uns wahrscheinlich hätten vor dem Vortrag heute gar nicht vorstellen können. War echt gut!

… Die Zeit vergeht so schnell! Wir haben schon November…!

… Meine Islambücher aus Ägypten sind da! So herrlich. Ich danke denen, die dies organisieren. Denn man bekommt kostenlos (!) Bücher aus Ägypten auf deutscher Sprache. Bei Interesse gebe ich euch gerne die Kontaktdaten.

Jugenddialog 2020- Aufregende Tage in NRW

2009 November 2
von Canan Basol

Am vergangenen Wochenende war es nun endlich soweit: Die Gruppe 4 des Jugenddialoges 2020, zu der auch ich gehöre, traf sich zum ersten Mal. CIMG6533Am Freitag fand die Auftaktveranstaltung des Projekts im Gebäude der Mercator-Stiftung in Essen statt und es waren Leute wie Rita Süßmuth, Armin Laschet und Daniel Zimmermann anwesend. Die Veranstaltung war toll organisiert und verschaffte uns einen Einblick auf das Projekt. Hinterher gab es ein Buffet und meine Gruppe und ich waren in Gespräche verwickelt. Noch kannte man sich kaum oder gar nicht.

Abends ging es dann endlich zusammen zur Wolfsburg in Mülheim an der Ruhr, in der unser eigentliches Treffen bis Sonntagmittag anhielt. Am Freitagabend stand glücklicherweise nichts Großartiges auf dem Programm und daher stillten wir unseren Hunger mit Pizza und Cola. CIMG6541Das von Tobias Düttmann, Projektreferent, vorbereitete Quiz wurde nicht ausgelassen. Fragen aus verschiedensten Bereichen der Allgemeinbildung sollten also unser Wissen testen. Wer gewann? – Die „G4“-Gruppe, die aus Julie, Silvia, Tobi und mir bestand. Danke Tobi für dein vieles Wissen! Der Abend war ein kleiner Vorgeschmack für das Programm am nächsten Tag: Es wurde diskutiert, gelacht und Meinungen wurden ausgetauscht.

Samstag ging es dann richtig los: Nach einer Kennenlernrunde (die letzte, aber nicht erste während des Wochenendes!) wurden stundenlange (!) Diskussionen geführt und Meinungen ausgetauscht. CIMG6570Am Abend konnten wir uns aber letztendlich auf ein Thema und ein Konzept einigen, mit dem jeder zufrieden war: „Zusammenleben“. Sonntag war erstmal verabschieden angesagt, aber im Januar geht es weiter. Und bis dahin wird online kommuniziert, ausgetauscht und gearbeitet.

Super Gruppe, super Moderatoren,  super Konzept: Lass euch überraschen!

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„Evet,ich will!“

2009 Oktober 21
von Canan Basol

Evet,ich will!Nachdem ich feststellte, dass ich seit seehr langer Zeit (!) nicht mehr im Kino war, beschlossen Anna und ich die deutsch-türkische Komödie „Evet,ich will!“ keinesfalls im Kino zu verpassen. Gestern Abend machten wir es uns also in der Abendvorstellung bequem und waren überrascht, als außer uns nicht mehr als 10 (!) andere Leute im Kinosaal saßen. Dies schein seinen Grund zu haben: Der Film war wirklich nicht schlecht, aber ich hatte mir mehr erhofft. Anna und ich stellten fest, dass es ein Film ist, den man sich gerne mal zu Hause bequem auf der Couch ansieht, aber dass er zu „unlustig“ ist, um ihn im Kino zu sehen. Schade, hätte ich doch bloß „Wüstenblume“ gesehen.Na ja, kommt noch.

Also der Film hat uns eben leider nicht überrascht: Es kamen Themen im Film vor, mit denen man schon einigermaßen gerechnet hätte. Außer vielleicht mit dem schwulen Emrah. Aber im Groben wurden alle aktuellen Themen und Standpunkte angesprochen, die es momentan gibt: dass die türkischen Mädels leider nicht mehr so „lieb und unschuldig sind“ (das türkische Mädchen im Film ist heimlich schwanger von ihrem farbigen Freund Eric und spielt neben ihren Eltern das unschuldige Lamm), dass es auch schwule Türken gibt (Emrah und Tim lieben sich eben), dass Kuren und Türken so einige Probleme miteinander haben (dabei lieben sich Coskun und Günay doch so sehr) und dass es leider immer noch (!) Türken gibt, die als Asyl in Deutschland leben und sich eine Frau suchen, die sie heiraten können,um in Deutschland zu bleiben.

An einigen Stellen konnten wir viel lachen, aber oft hat der „Lacheffekt“ einfach gefehlt. Schade.

Zeitvertreib in Lübeck

2009 Oktober 19
von Canan Basol

Das tat gut. Den ganzen Samstag im schönen Lübeck mit Anna zu verbringen, umgeben von prachtvollem Altbau. Da ich eine Altbau-Liebhaberin durch und durch bin, fühle ich mich von dieser Stadt einfach angezogen. Diesmal machten wir jedoch keine Stadtrundfahrt oder besuchten das Holstentor oder andere Sehenswürdigkeiten. Diesmal trödelten wir einfach in der Altstadt und genossen Kaffee und Kuchen in einem tollen Café (!).

Empfehlenswert: Apfelsinchen

+ Apfelsinchen.

Das ist ein kleiner Laden, der frischgepresste Fruchtsäfte verkäuft. Hm lecker! Ich durfte mir sogar aussuchen, welche Früchte ich haben möchte (Erdbeer und Cocos mit Orangensaft: eine sehr gute Wahl!). Den Laden findet man direkt gegenüber vom „Niederegger“.

+ Wiener Caféhaus. CIMG6496

Zu Anfang fühlten wir uns etwas fehl am Platze, aber dann genossen wir Chai Latte,CIMG6488Cappuccino und eine super leckere Torte bei Kerzenlicht (!). Schöne Atmosphäre und eine freundliche Bedienung. Die Preise sind auch mehr als in Ordnung. Es lohnt sich; vorallem wegen der Torten.

Neumünster- Eine Stadt mit Potenzial

2009 Oktober 14
von Canan Basol

Leider ein unglückliches Foto, da ich es mir ganz hinten auf der Couch bequem gemacht habe.

Ausrufezeichen! Denn diese Stadt hat wirklich Potenzial!

Ich wusste nicht genau, was mich bei der heutigen Diskussionsrunde mit unserem neuen Oberbürgermeister Olaf Tauras und Herrn Torsten Geerdts, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion, erwarten wird. Was ich mir gedacht habe und was sich dann auch am heutigen Abend bestätigte: Das Hauptthema war „Integration“.

Der Vortrag und die darauffolgende Dikussion, welche knapp über 1,5 Stunden andauerten,  fanden in der Deutsch-Türkischen Familienunion Neumünster statt und zugegeben: Ein paar Zuhörer und Teilnehmer hätte ich mir schon erhofft, vorallem weibliche ! (mit mir waren es bloß 4 Teilnehmerinnen!).

Trotzdem verlief der Abend friedlich. Herr Tauras und Herr Geerdts von der CDU sprachen die für sie wichtigen Themen an, zu denen u.a. die Integration gehört. Dies ist wahrscheinlich auch einer der wichtigsten Punkte. Wer nicht aus Neumünster kommt: Wir sind eine nicht besonders große Stadt mit knapp 90.000 Einwohnern und vielen ausländischen Mitbürgern bzw. Deutschen mit Migrationshintergrund. Wie auch immer. Einzelne Straßen und Stadtteile haben ihren Ruf als „Türkenstraße“ o.ä. Und genau das soll geändert werden, so auch Herr Geerdts. Was ich gut fand und auch finde: Herr Geerdts, Herr Dr. Tauras und auch alle oder zumindest die meisten anderen anwesenden Leute wissen, dass sie nicht erwarten können, dass ausländische Mitbürger ihre Heimat und ihre Religion (!) vergessen bzw. „ablegen“ und eine neue Identität annehmen. Sie wissen, dass sie „vorsichtig“ an diese Sache rangehen müssen und nur Integration und keinesfalls Assimilation erwarten können.

Schade fand ich, dass auf meine Frage, was getan werden sollte, um den älteren Generationen ( überwiegen der zweiten) zu vermitteln, dass die deutsche Sprache und das integrieren in diese Gesselschaft, in der wir ja nun einmal leben, wichtig sind, keine konkrete Antwort gegeben werden konnte. Aber ich sollte nicht all zu viel erwarten, denn schließlich ist Herr Dr. Tauras erst seit dem 1. September unser Oberbürgermeister. Was ich weiß: Alles, was heute Abend gesagt wurde, klang vielversprechend und ich hoffe und denke, dass sich die nächste Zeit in der Hinsicht etwas tun und ändern wird. Dies hoffe ich natürlich nicht bloß für Neumünstern, sondern auch für das gesamte Deutschland.

2009 Oktober 10
von Canan Basol

„So war das doch gar nicht gemeint!“

Ich habe diesen Satz satt. Vielleicht liegt es an mir. Vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht.

Kennt ihr das? Man unterhält sich mit jemandem. An sich ja nichts Schlimmes. Doch dann,  ja dann heißt es „Wie kannst du bitte so etwas sagen? Das ist doch nicht dein Ernst?“ Eine Sekunde lang denkt man, es sei ein Scherz. Dann versucht man sich daran zu erinnern, was man gesagt hat. Man sieht dann aber nur noch den Staub, den die Person beim Verlassen des Raumes hinterlassen hat. Na ja so ungefähr zumindest.

Kommunikation ist Verständigung und schlägt die Kommunikation fehl, so kann es zu unangenehmen Momenten kommen. Kommunikation hat für mich viel mit Vertrauen zu tun. Ja, vertrauen. Bei der verbalen Kommunikation geht es darum, dass man dem Gesprächspartner einen Inhalt mitteilen möchte, den man in Worte verpackt. Aber was ist, wenn dieser den Inhalt falsch versteht?

Und genau hier liegt der Punkt, an dem das Vertrauen eine wichtige Rolle spielt. Wenn ich mich mit einem Menschen, den ich mag, liebe oder sehr gut kenne, unterhalte und dieser mir etwas sagt, was ich im ersten Augenblick als negativ empfinde, was mache ich dann? Erhöhe ich meine Tonlage und provoziere Streit? Besser nicht. Richtig ist es in so einem Moment zu denken „Hey, er/sie würde nichts sagen, was mich verletzen soll, es war bestimmt anders gemeint als ich verstanden habe“ und die Person in einer ‘normalen’ Tonlage drauf anzusprechen und nicht direkt zu urteilen und das Gespräch abzubrechen.

Genau so auch bei Handlungen. Er/Sie hat etwas getan, was dich verletzt hat? Ah ja? Hast du ihm/ihr überhaupt einmal die Möglichkeit gegeben sich zu rechtfertigen? Zu erklären, wie es gemeint war? Und genau das meine ich. Ich bin davon überzeugt, dass die Kommunikation an vielen Stellen aufgrund von Mangel an Vertrauen scheitert.

2009 Oktober 2
von Canan Basol

Du brauchst keine Angst haben!

Ich weiß nicht wieso, aber wir jungen Leute schlafen. Wir leben irgendwie an der Gesellschaft vorbei. Haben wir Angst voreinender? Wenn ja, wieso? Das Interesse an Kommunikation und Austausch und das Interesse daran etwas zu bewegen lässt leider nach. Dies mag nicht unbedingt in allen Gebieten Deutschlands der Fall sein, aber ich kann von meinem Umfeld behaupten, dass es so ist.

Dinge, die wirklich wichtig für das gesamte Leben und den Alltag sind, kommen bei den jungen Menschen oft sehr weit hinten auf der Liste. Dazu gehört die Politik, das Interesse an Kommunikation und für mich sehr wichtig die Religion bzw. eine Lebenseinstellung, d.h. das bewusste Nachdenken darüber, was man von diesem Leben erwartet und wie man selber leben möchte und dass man sich darüber im Klaren ist, warum man sich für diese Lebenweise entschieden hat. Dies macht für mich Aktivität zum Großteil aus. Und genau dies sehe ich eben in meinem Umfeld nicht. Nun gut, wahrscheinlich werde ich nach dem Abi viele andere Erfahrungen machen, aber ich finde es schade zu sehen, dass es so viele passive (wie ich immer sage „schlafende“) Gebiete in Deutschland gibt, wobei es grade hier wichtig ist aktiv zu sein, da wir nun einmal in einer multikulturellen Gesellschaft leben.

An dieser Stelle möchte ich ein schönes Projekt ansprechen, weil ich die Idee sehr fördernd und bildend finde. Jugenddialog2020Undzwar wurde das Projekt „Jugenddialog2020″ vor kurzem geboren und läuft bereits, man kann jedoch trotzdem noch teilnehmen. Und dort geht es eben darum, dass junge Menschen mit verschiedenen Religionen, Herkünften und Sprachen kommunizieren und sich überlegen: Wie sehen wir uns in der Zukunft? Was soll in Deutschland besser sein? Was möchten wir verändern? Auf die Homepage gelangt ihr hier. Und schaut’s euch am besten schnell an, da bald die Auftaktveranstaltung stattfindet.

2009 September 20
von Canan Basol

Wow! Der zuckersüße Sonntag ist da!

Eid mubarak

Noch vor 4 Wochen freute ich mich auf den Fastenmonat Ramadân und saß am ersten Abend ganz hungrig und ungeduldig am Esstisch. Und nun sind die 4 Wochen schon um. Man mag es ja kaum glauben. Heute ist also unser alljährliches Zuckerfest und ich wünsche somit allen Muslimen ein schönes Fest. Und an alle Nichtmuslime: Nein, beim Zuckerfest wird nicht nur Zucker gegessen. Also eigentlich schon. So ähnlich. Man besucht  Freunde und Verwandte und feiert, dass der Fastenmonat vorüber ist und dankt Gott. Und jeder Gastgeber bietet seinen Gästen tatli an, was auf türkisch wortwörtlich süß bedeutet und gleichzeitig ein leckeres Gebäck ist. Ein sehr süßes Gebäck nämlich. Ich glaube, als Deutscher kriegt man schon beim Probieren einen Zuckerschock. Kleiner Spaß, so sehr natürlich nicht!

Ganz viel sonstiges Süßes gibt es beim Zuckerfest  auch. Also ich habe schon Bauchschmerzen vom ganzen tatli und werde zusehen, dass ich heute nicht mehr zu viel Süßes esse.